Johann Wolfgang von Goethe

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1749-1832

Kurzbiographie

1749 28. August Geburt in Frankfurt am Main; Vater: kaiserlicher Rat ohne Amt, Mutter: Schultheißentochter Katharina Elisabeth Textor

1753 Weihnachtsgeschenk von seiner Großmutter: ein Puppentheater

1755 Beginn des Privatunterrichts unter Aufsicht des Vaters (u.a. Latein, Griechisch)

1765 Studium der Rechtswissenschaften auf Wunsch des Vaters in Leipzig

1768 schwere Erkrankung; Heimreise nach Frankfurt; Beeinflussung durch pietistisches Gedankengut

1769 Fortsetzung des Studiums in Straßburg; Liebe zu Friederike Brion: Verbindung zu Stürmern und Drängern; Begeisterung für Shakespeare

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1771 „Götz von Berlichingen“, Schauspiel über den Ritter Götz von Berlichingen, eine urwüchsige, kraftvolle, leidenschaftliche Person – erstes Werk des STURM und DRANG. Abschluss des Studiums mit Promotion zum Lizentiaten der Rechte

1771-74 Anwaltspraxis im Hirschgraben (28 Prozesse)

1774 im Dezember erste Begegnung mit dem Erbprinzen Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1828) in Frankfurt
„Die Leiden des jungen Werther“, monologischer Briefroman; der Roman wird ein sensationeller Erfolg, Goethe wird berühmt

1775 Verlobung mit Anna Elisabeth (»Lili«) Schönemann (1758-1817) in Frankfurt; Lösung der Verlobung im Herbst; am 7. November Ankunft in Weimar; Freundschaft mit Christoph Martin Wieland; erste Begegnung mit Frau Charlotte von Stein

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1776 Beschluss in Weimar zu bleiben (10 Jahre fast ausschließliche Beschäftigung mit Verwaltungsaufgaben)

1779 Ernennung zum Geheimen Rat; Leitung der Kriegs- und Wegebaukommission
„Iphigenie auf Tauris“, Schauspiel über einen Stoff der griechischen Mythologie: die Königstochter Iphigenie ist im Exil auf Tauris als Tempelpriesterin, von dort wird sie von ihrem Bruder Orest gerettet und in die Heimat geholt

1782 Verleihung des Adelstitels; Übernahme der Finanzverwaltung; Umzug in das Haus am Frauenplan

1784 Eröffnung des Bergbaus in Ilmenau; Entdeckung des Zwischenkieferknochens (os intermaxillare)

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1785 erster Kuraufenthalt in Karlsbad; Beginn naturwissenschaftlicher, botanischer und geologischer Studien

1786 Juli/August: zweiter Aufenthalt in Karlsbad; Vorbereitung der ersten Sammelausgabe der Werke; am 3. September heimlicher Aufbruch nach Italien; am 29. Oktober Ankunft in Rom

1787 Februar-Juni: Weiterreise nach Neapel und Sizilien; Entdeckung des Prinzips der Urpflanze; Überzeugung von der ursprünglichen Identität aller Pflanzenteile; ab Juni wieder in Rom

1788 Arbeit am Faust; am 18. Juni wieder in Weimar; Entlastung von Regierungsgeschäften; am 12. Juli erste Begegnung, bald darauf Lebensgemeinschaft mit Christiane Vulpius (1765-1816), Heirat 1806

1789 25. Dezember Geburt des Sohnes August (einzig Überlebender von fünf Kindern, gestorben 1830 in Rom)
„Iphigenie auf Tauris“ – Jambenfassung des Schauspiels von 1779, gilt als erstes Werk der DEUTSCHEN KLASSIK

1790 März-Juni: zweite Italienreise, Venedig, Studien zur Farbenlehre
„Faust“, ein Fragment

1791 Leitung des Weimarer Hoftheaters (bis 1817)

1794 20./23. Juli: Beginn der Freundschaft mit Schiller (1759-1805) nach einem Gespräch nach Goethes Vortrag über die Urpflanze
„Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (94-96)

1797 Bekanntschaft mit Friedrich Schlegel (1772-1829); Goethe sieht seine Mutter zum letzten Mal (gest. 1808)

1798 Eröffnung des umgebauten Hoftheaters mit „Wallensteins Lager“ von Schiller; Herausgabe der Zeitschrift Propyläen, darin Erläuterung seiner Kunstanschauungen (bis 1800)

1799 Bekanntschaft mit Johann Ludwig Tieck (1773-1853); Umzug Schillers von Jena nach Weimar

1803 Oberaufsicht über die naturwissenschaftlichen Institute der Universität Jena

1804 Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rat (Exzellenz)
Briefe und Aufsätze: Winckelmann und sein Jahrhundert

1805 9. Mai Schillers Tod; Freundschaft mit Zelter
Epilog zu Schillers Glocke; Beginn des Drucks der Farbenlehre

1806 „Faust“, erster Teil abgeschlossen; 14. Oktober: Schlacht bei Jena und Auerstädt, danach Plünderung und Besetzung Weimars durch die Franzosen; Christiane rettet Goethes Leben; Heirat am 19. Oktober als Zeichen der Dankbarkeit

1807 leidenschaftliche Neigung zu Wilhelmine Herzlieb (1789-1865), »Minchen«, die Goethe bereits als Kind kannte
Sonette; Beginn der Arbeit an „Wilhelm Meisters Wanderjahre“

1808 Unterredungen mit Napoleon, am 2. Oktober in Erfurt, am 6. und 10. Oktober in Weimar; Orden der Ehrenlegion für Goethe

1809 „Die Wahlverwandtschaften“

1810 Abschluss der Farbenlehre; Goethes Werke, seit 1806 erschienen

1811 „Dichtung und Wahrheit“ (Autobiographie), erster Teil erschienen

1812 Begegnung mit Ludwig van Beethoven (1770-1827) und Kaiserin Maria Ludovica von Österreich (1787-1816) in Karlsbad

1814-15 Reisen an Rhein, Main und Neckar; Arbeit am „West-östlichen Divan“

1815 Verbannung Napoleons nach St. Helena; Sachsen-Weimar-Eisenach wird durch Beschluss des Wiener Kongresses Großherzogtum; Ernennung zum Staatsminister

1816 6. Juni Tod Christianes

1816-29 Arbeit an der „Italienischen Reise“; Zeitschrift: Über Kunst und Altertum

1817 Aufsicht über die Vereinigung der Bibliotheken in Jena

1819 „West-östlicher Divan“ abgeschlossen; Goethes Werke in zwanzig Bänden

1821 erste Begegnung mit Ulrike von Levetzow (1804-99) in Marienbad

1823 leidenschaftliche Neigung zu ihr: Heiratsantrag; „Marienbader Elegie“ (nach Abschied von Ulrike); erster Besuch Johann Peter Eckermanns (1792-1854) in Weimar, später Sekretär Goethes; Aufzeichnung der Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens

1825-31 Arbeit am „Faust“, zweiter Teil

1829 Uraufführung des „Faust“ in Braunschweig
Goethes Werke, vollständige Ausgabe letzter Hand in vierzig Bänden, seit 1827 erschienen

1831 „Faust“, zweiter Teil abgeschlossen, das Manuskript versiegelt, da es erst postum veröffentlicht werden soll
Dichtung und Wahrheit, vierter Teil ausgeführt (entworfen war dieser Teil bereits 1816, veröffentlicht 1833 durch Eckermann)

1832 22. März gestorben

Berühmte Zitate aus dem Faust

  • „Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten“
  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!“
  • „Das also war des Pudels Kern!“
  • „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!“
  • „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!“
  • „Es irrt der Mensch, solang er strebt“
  • „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“
  • „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles.“

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