| 1749 |
28. August,
Geburt in Frankfurt am Main. Vater: kaiserlicher Rat ohne Amt Mutter:
Schultheißentochter Katharina Elisabeth Textor |
| 1753 |
Weihnachtsgeschenk von seiner Großmutter:
ein Puppentheater |
| 1755 |
Beginn des Privatunterrichts
unter Aufsicht des Vaters (u.a. Latein, Griechisch) |
| 1765 |
Studium der Rechtswissenschaften auf
Wunsch des Vaters in Leipzig |
| 1768 |
Schwere Erkrankung. Heimreise nach
Frankfurt. Beeinflussung durch pietistisches Gedankengut |
| 1769 |
Fortsetzung des Studiums in Straßburg.
Liebe zu Friederike Brion. Verbindung zu Stürmern und Drängern.
Begeisterung für Shakespeare |
| 1771 |
Götz von
Berlichingen. Schauspiel über den Ritter Götz von
Berlichingen, eine urwüchsige, kraftvolle, leidenschaftliche
Person. Erstes Werk des STURM und DRANG. Abschluß des Studiums
mit der Promotion zum Lizentiaten der Rechte |
| 1771-74 |
Anwaltspraxis im Hirschgraben (28
Prozesse) |
| 1774 |
Im Dezember erste Begegnung mit dem
Erbprinzen Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1828) in
Frankfurt. Die Leiden des jungen Werthers.
Monologischer Briefroman. Der Roman wird ein sensationeller
Erfolg. Goethe wird berühmt |
| 1775 |
Verlobung mit Anna Elisabeth (»Lili«)
Schönemann (1758-1817) in Frankfurt. Lösung der Verlobung
im Herbst. Am 7. November Ankunft in Weimar. Freundschaft mit Christoph
Martin Wieland. Erste Begegnung mit Frau Charlotte von Stein |
| 1776 |
Beschluß, in Weimar zu bleiben
(10 Jahre fast ausschließliche Beschäftigung mit Verwaltungsaufgaben) |
1779 |
Ernennung zum Geheimen Rat. Leitung
der Kriegs- und Wegebaukommission Ipigenie auf
Tauris, Schauspiel über einen Stoff der griechischen Mythologie:
die Königstochter Iphigenie ist im Exil auf Tauris als Tempelpriesterin,
von dort wird sie von ihrem Bruder Orest gerettet und in die Heimat
geholt. |
| 1782 |
Verleihung des Adelstitels. Übernahme
der Finanzverwaltung. Umzug in das Haus am Frauenplan |
| 1784 |
Eröffnung des Bergbaus in Ilmenau.
Entdeckung des Zwischenkieferknochens (os intermaxillare) |
| 1785 |
Erster Kuraufenthalt in Karlsbad. Beginn
naturwissenschaftlicher, botanischer und geologischer Studien |
| 1786 |
Juli/August: Zweiter Aufenthalt in
Karlsbad. Vorbereitung der ersten Sammelausgabe der Werke. Am 3. September
heimlicher Aufbruch nach Italien. Am 29. Oktober Ankunft in Rom |
| 1787 |
Februar - Juni: Weiterreise nach Neapel
und Sizilien. Entdeckung des Prinzips der Urpflanze. Überzeugung
von der ursprünglichen Identität aller Pflanzenteile. Ab
Juni wieder in Rom |
1788 |
Arbeit am Faust. Am 18. Juni wieder
in Weimar. Entlastung von Regierungsgeschäften. Am 12. Juli erste
Begegnung, bald darauf Lebensgemeinschaft mit Christiane Vulpius (1765
bis 1816). Heirat 1806 |
| 1789 |
25. Dezember Geburt des Sohnes August
(einzig Überlebender von fünf Kindern, gestorben 1830 in
Rom) "Iphigenie auf Tauris".
Jambenfassung des Schauspiels von 1779, gilt als erstes Werk der DEUTSCHEN
KLASSIK |
| 1790 |
März-Juni: Zweite Italienreise,
Venedig, Studien zur Farbenlehre, Faust,
ein Fragment |
| 1791 |
Leitung des Weimarer Hoftheaters (bis
1817) |
| 1794 |
20./23. Juli: Beginn der Freundschaft
mit Schiller (1759-1805) nach einem Gespräch nach Goethes Vortrag
über die Urpflanze. Wilhelm Meisters Lehrjahre
(94 -96) |
| 1797 |
Bekanntschaft mit Friedrich Schlegel
(1772-1829)
Goethe sieht seine Mutter zum letzten Mal (gestorben 1808) |
| 1798 |
Eröffnung des umgebauten Hoftheaters
mit Wallensteins Lager von Schiller. Herausgabe der Zeitschrift Propyläen,
darin Erläuterung seiner Kunstanschauungen (bis 1800) |
| 1799 |
Bekanntschaft mit Johann Ludwig Tieck
(1773-1853).
Umzug Schillers von Jena nach Weimar |
| 1803 |
Oberaufsicht über die naturwissenschaftlichen
Institute der Universität Jena |
| 1804 |
Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rat
(Exzellenz)
Briefe und Aufsätze: Winckelmann und sein
Jahrhundert |
| 1805 |
9. Mai: Schillers Tod. Freundschaft
mit Zelter.
Epilog zu Schillers Glocke. Beginn des Drucks der Farbenlehre |
| 1806 |
Faust, erster
Teil abgeschlossen, 14. Oktober: Schlacht bei Jena und Auerstädt.
Danach Plünderung und Besetzung Weimars durch die Franzosen.
Christiane rettet Goethes Leben. Heirat am 19. Oktober als Zeichen
der Dankbarkeit |
| 1807 |
Leidenschaftliche Neigung zu Wilhelmine
Herzlieb (1789-1865), »Minchen«, die Goethe bereits als
Kind kannte. Sonette. Beginn der Arbeit an Wilhelm
Meisters Wanderjahre |
| 1808 |
Unterredungen mit Napoleon, am 2.
Oktober in Erfurt, am 6. und 10. Oktober in Weimar. Orden der Ehrenlegion
für Goethe |
| 1809 |
Die Wahlverwandtschaften. |
| 1810 |
Abschluß der Farbenlehre.
Goethes Werke, seit 1806 erschienen |
| 1811 |
Dichtung und
Wahrheit (Autobiographie), erster Teil erschienen |
| 1812 |
Begegnung mit Ludwig van Beethoven
(1770-1827) und Kaiserin Maria Ludovica von Österreich (1787-1816)
in Karlsbad |
| 1814-15 |
Reisen an den Rhein, Main und Neckar.
Arbeit am West-östlichen Divan |
| 1815 |
Verbannung Napoleons nach St. Helena,
Sachsen-Weimar-Eisenach wird durch Beschluß des Wiener Kongresses
Großherzogtum. Ernennung zum Staatsminister |
| 1816 |
6. Juni: Tod Christianes |
| 1816-29 |
Arbeit an der Italienischen
Reise. Zeitschrift: Über Kunst und
Altertum |
| 1817 |
Aufsicht über die Vereinigung
der Bibliotheken in Jena |
| 1819 |
West-östlicher
Divan abgeschlossen. Goethes Werke
in zwanzig Bänden |
| 1821 |
Erste Begegnung mit Ulrike von Levetzow
(1804-99) in Marienbad |
| 1823 |
Leidenschaftliche Neigung zu ihr: Heiratsantrag.
Marienbader Elegie (nach Abschied von
Ulrike). Erster Besuch Johann Peter Eckermanns (1792-1854) in Weimar.
Später Sekretär Goethes. Aufzeichnung der Gespräche
mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens |
| 1825-31 |
Arbeit am Faust,
zweiter Teil |
| 1829 |
Uraufführung des Faust in Braunschweig
Goethes Werke, vollständige Ausgabe
letzter Hand in vierzig Bänden, seit 1827 erschienen |
| 1831 |
Faust, zweiter
Teil abgeschlossen, das Manuskript versiegelt,
da es erst postum veröffentlicht werden soll. Dichtung
und Wahrheit, vierter Teil ausgeführt (entworfen war dieser
Teil bereits 1816, veröffentlicht 1833 durch Eckermann) |
| 1832 |
22. März gestorben |