Bayerisches Bier

Bayerische Landesausstellung 2016

500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot!

In diesem Jahr feiert Bayern das 500-jährige Bestehen des Reinheitsgebots. Es wurde 1516 in Ingolstadt von Herzog Wilhelm IV. verfügt und gilt bis heute. Das wohl älteste Lebensmittelgesetz der Welt legt fest, dass Bier nur aus bestimmten Inhaltsstoffen gebraut werden darf, und zwar: Wasser, Gerste und Hopfen, erst später kam noch die Hefe dazu, deren Wirkung vorher unbekannt war.

Gründe für das Gesetz:
– Verbesserung der Qualität – im Mittelalter wurden viele, teils gesundheitsschädliche Zusatzstoffe beigemischt, um die berauschende Wirkung zu verstärken und Geschmack und Aussehen zu beeinflussen.
– Der Gebrauch von Weizen für die Bierherstellung sollte eingeschränkt werden, weil Weizen vor allem für die Brotherstellung benötigt wurde.

Der neue Trend: Craft-Biere

Craft-Biere, also handwerklich hergestellte Biere, sind Biere von kleinen Bier-Manufakturen, die mit neuen Geschmacksrichtungen experimentieren.

Dabei gibt es die Variante, im Rahmen des Reinheitsgebots zu bleiben und verschiedene Hefen und neue Hopfensorten zu verwenden oder aber außerhalb des Reinheitsgebotes zusätzliche Inhaltsstoffe auszuprobieren.

Dabei ist zu beachten: Der Begriff Reinheitsgebot bezieht sich nicht auf ökologische Reinheit, sondern lediglich auf die Zulassung der 4 Grundinhaltsstoffe. Daneben sind auch Hopfenextrakte sowie der chemische Zusatzstoff PVPP (E 1202) zum Herausfiltern von Nebenstoffen erlaubt.

Bier nach Reinheitsgebot heißt also nicht, dass es sich um ein hundertprozentig naturreines Lebensmittel handelt. Umgekehrt ist ein Bier, wenn es nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut ist, nicht automatisch ein „Chemie“-Bier.

Die neuen Bier-Rebellen der Craft-Beer-Bewegung versuchen im Gegenteil, möglichst natürliche, z.T. auch ökologische Inhaltsstoffe zu verwenden. Trotzdem dürfen diese neuen Biersorten nicht als „Bier“ bezeichnet werden.


Die beliebtesten Biersorten der Deutschen

1. Pils
– Marktanteil über 50 %
– herber Geschmack durch höheren Hopfenanteil

2. Helles
– geringerer Hopfenanteil
– eher süßlicher Geschmack

3. Dunkles (oder Schwarzbier)
– leicht süßlicher, malziger Geschmack, schmeckt ein bisschen nach Kaffee oder dunkler Schokolade

4. Weizen (oder Weißbier)
– mind. 50 % Weizenmalz
– milchige, trübe Farbe (von der Hefe), Bananenaroma

Weitere Biersorten:
– Alkoholfreies Bier (wird immer beliebter)
– Das Bockbier (oder Starkbier) hat 7 – 8,5 % Alkohol
– Biermischgetränke wie Radler (Bier und Zitronenlimo) und viele aktuelle Varianten
– immer beliebter werden auch die neuen Craft-Biere

 

Übrigens:

– In Regensburg gab es schon 1469 das erste Reinheitsgebot!

– Alkoholfreies Bier ist nie zu 100 Prozent alkoholfrei, es hat einen geringen Alkoholanteil von max. 0,5 %!

– Es gibt nicht nur Wein-Sommeliers, sondern auch immer mehr Bier-Sommeliers!

 

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