Informationen zum Bewerbungsverfahren: Kulturhauptstadt Europa
2010
Die
Initiative der Kulturstädte Europas geht auf die griechische
Kultusministerin Melina Mercouri zurück. Sie wollte die
"Völker einander näher bringen" und die
europäische Einigung kulturell, politisch und wirtschaftlich
vorantreiben. Seit 1985 (Athen) wird jährlich mindestens
eine Stadt zur Kulturstadt Europas ausgerufen. In Deutschland
hatten Berlin (1988) und Weimar (1999) bereits diesen Titel.
2004 sind Genua (Italien) und Lille (Frankreich) zu Kulturstädten
Europas bestimmt worden.
Vom kommenden Jahr an gilt ein neues Auswahlverfahren. Ab
2005 haben die einzelnen Staaten im Rotationsprinzip das Vorschlagsrecht
zur Kulturhauptstadt. Deutschland kommt im Jahr 2010 an die
Reihe.
Das Auswahlverfahren beginnt auf Länderebene: Zunächst
reichen die einzelnen Bundesländer bis Juni 2004 jeweils
einen Vorschlag beim Auswärtigen Amt ein. Das Land Baden-Württemberg
hat sich für Karlsruhe entschieden. Alle deutschen Bewerbungen
werden dann bis September 2004 an den Bundesrat weitergeleitet,
der bis Juni 2005 aus den Bewerbungen mindestens zwei Empfehlungen
abgeben muss. Diese Vorschläge und die Stellungnahmen
dazu werden vom Auswärtigen Amt an die Europäische
Kommission in Brüssel weitergeleitet.
In Brüssel begutachtet eine internationale, unabhängige,
7-köpfige Expertenkommission die Kandidaturen und gibt
im Jahr 2006 eine Empfehlung an das Europäischen Parlament,
den Rat und die Kommission ab. Für diese Jury, die von
der Kommission jährlich neu zusammengestellt wird, werden
zwei Mitglieder vom Europäischen Parlament, zwei vom
Rat, zwei von der Kommission und ein Mitglied vom Ausschuss
der Regionen (AdR) benannt.
Zunächst gibt das Europäischen Parlament innerhalb
einer Frist von 3 Monaten eine Stellungnahme ab, dann legt
die Kommission dem Rat ihre Empfehlung vor. Der Europäische
Rat ist für die Nominierung der Kulturhauptstadt zuständig,
und soll möglichst vier Jahre vor dem Ereignis seine
Entscheidung treffen.
Angesichts der Erweiterung um 10 neue Mitgliedsstaaten hat
das EU-Parlament beschlossen, dass ab 2009 eine Stadt aus
einem der neuen EU-Mitgliedsländer ebenfalls eine Kulturhauptstadt
Europas stellt. Im Jahr 2010 wird deshalb neben Deutschland
auch Ungarn eine Kulturhauptstadt Europas stellen.
Zeitplan:
- bis zum Juni 2004 melden die Länder die Bewerberstädte
dem Auswärtigen Amt
- das Auswärtige Amt teilt bis September 2004 dem
Bundesrat die Bewerberstädte mit
- der Bundesrat übermittelt bis Juni 2005 dem Auswärtigen
Amt seine Auswahl mit einer Stellungnahme
- das Auswärtige Amt meldet diese Auswahl (mindestens
zwei Städte) bis September 2005 nach Brüssel
- im Jahr 2006 unterbreitet die Jury dem Europäischen
Parlament einen Vorschlag.
- im Jahr 2006 entscheidet der Europäische Rat über
die Kulturhauptstadt Europas 2010.
Quelle: www.kultur2010.de
Weitere Informationen über die Berwerbung Regensburgs
als Kulturhauptstadt Europas 2010: www.regensburg2010.de
Weitere Informationen über Regensburg unter http://www.regensburg.de
Wie komme ich
nach Regensburg? (Deutschlandkarte)
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